Tarifauseinandersetzung Metall- und Elektro 2026 Siemens Rastatt macht den Auftakt

300 Beschäftigte in Früh- und Spätschicht im Warnstreik

Warnstreik-Auftakt bei Siemens

3. November 2026 3. November 2026


Die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie sind bei der IG Metall Gaggenau gestartet. Rund 300 Beschäftigte von Siemens in Rastatt beteiligten sich am Montag in Früh- und Spätschicht an den Warnstreikaktionen und setzten damit ein deutliches Signal in der laufenden Tarifrunde. Die erste Kundgebung fand um 12:30 Uhr statt, am Abend folgte um 20:30 Uhr die Spätschicht. Insgesamt beteiligten sich rund 300 Beschäftigte an beiden Aktionen. Damit machten die Kolleginnen und Kollegen deutlich, dass sie hinter den Forderungen der IG Metall stehen und bereit sind, dafür gemeinsam Druck zu machen.

 Im Mittelpunkt der laufenden Tarifrunde steht die Forderung nach 5 Prozent mehr Geld und die Sicherung der Arbeitsplätze.

Dem steht bislang ein Angebot der Arbeitgeber gegenüber, das aus Sicht der IG Metall völlig unzureichend ist. Angeboten werden eine Einmalzahlung Mitte 2027 und lediglich 1,3 Prozent mehr Entgelt zum 1. Juli 2028.

 Bodo Seiler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Gaggenau, machte beim Warnstreik deutlich:

„300 Beschäftigte bei Siemens in Rastatt haben heute ein starkes Signal gesetzt. Wer jeden Tag gute Arbeit leistet und zum Erfolg des Unternehmens beiträgt, hat eine faire Beteiligung verdient. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber reicht dafür bei Weitem nicht aus. Der heutige Auftakt zeigt: Unsere Kolleginnen und Kollegen sind bereit, für ihre Forderungen einzustehen. Und das war erst der Anfang unserer Warnstreiks.“

 Warnstreiks gehen in der Region weiter

Der Warnstreik bei Siemens bildet den Auftakt für weitere Aktionen der IG Metall Gaggenau in den kommenden Tagen. Bereits angekündigt sind unter anderem Warnstreiks bei Daimler Truck in Gaggenau sowie bei Maquet/Getinge, Mercedes-Benz und verschiedenen Zuliefer- und Logistikbetrieben in Rastatt.

 Auch landesweit haben die Warnstreiks begonnen. Bis Montagnachmittag beteiligten sich in Baden-Württemberg fast 10.000 Beschäftigte aus 51 Betrieben an Warnstreiks, Kundgebungen und Frühschlussaktionen.

 Die Botschaft zum Auftakt ist klar: Die Beschäftigten erwarten Bewegung am Verhandlungstisch.